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Saint Pierre im Paprikamantel |
Wenn man sich mal einen tollen Fisch gönnen will, dann würde ich
Saint-Pierre für das Rezept nehmen, der ist schön fest. Günstiger wäre
allerdings der Steinbeißer. Der Fisch sollte entgrätet und entschuppt
sein, 400 bis 450 Gramm nacktes Filet brauche ich für vier Personen.
Und eine rote und eine gelbe Paprika. Die muss ich erst mal enthäuten.
Im Restaurant würde ich sie kurz in die Fritteuse, ins heiße Fett
tauchen, zu Hause legt man sie einfach im Ganzen in den Ofen: 12, 14
Minuten bei 180, 200 Grad Oberhitze. Die werden richtig dunkel, dürfen
auch ruhig schwarz werden, danach kann ich die Haut wunderbar abziehen.
Dann viertel ich sie, nehme innen alles heraus und würze sie mit ein
bisschen Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer.
Danach
drehe ich das leicht gesalzene, mit etwas gehacktem Rosmarin und Salbei
bestreute Fischfilet wie eine Roulade in diese Paprika ein, sodass ich
schöne Schichten habe, rot und gelb. Drumherum kommt noch Alufolie, die
wird vorher eingeölt und auch mit gehacktem Salbei und Rosmarin,
bestreut. So kommt das dann in den Ofen, der ist ja noch warm –
ungefähr zehn Minuten bei 140 Grad. Wenn ich dann die Alufolie ganz
sanft wegnehme, bleibt sie durch das Olivenöl auch nicht haften. Man
kann den Fisch übrigens gut mit der Alufolie vorbereiten und dann erst
kurz bevor man ihn servieren will in den Ofen schieben.
Dazu
passt gut ein fluffiges Kartoffelpüree oder, noch besser, Couscous oder
Graupengemüse. Da wir ja keine Sauce haben, sollte die Beilage schön
feucht sein. Aber keine Angst, der Fisch ist nicht trocken, der ist
richtig saftig, da ist ja auch noch Olivenöl dran, und dazu die Aromen
der Kräuter….
Holger Zurbrüggen kocht in seinem Restaurant Balthazar am Kurfürstendamm
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 28.07.2007)
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